MP_Mystery

Geheimnisse - Rätsel - Mythologie (Gemeinsames Suchen nach Antworten auf unsere Fragen)

Besucher

Die neuesten Themen

» THEMA: Flüchtlinge
Fr 12 Aug 2016 - 22:02 von Kristall

» Infosammlung
Di 10 Nov 2015 - 10:10 von Merlin Petrus

» Das Naadamfest der Mongolen
So 5 Jul 2015 - 11:14 von Kristall

» [ED] Die alten Götter
Do 2 Jul 2015 - 9:54 von Kristall

» Robert Francis Kennedy
Mo 22 Jun 2015 - 12:21 von Kristall

» Ist Zeit absolut?
Mo 22 Jun 2015 - 11:50 von Kristall

» [ED] Katharer & Häretiker
Mi 3 Sep 2014 - 8:27 von Kristall

» [ED] Joseph Von Arimathia
Fr 8 Aug 2014 - 22:58 von Merlin Petrus

» Die Geschichte neuartiger Pathogene
Mo 4 Aug 2014 - 10:44 von Kristall

Dezember 2016

MoDiMiDoFrSaSo
   1234
567891011
12131415161718
19202122232425
262728293031 

Kalender Kalender

Listinus

Bitte jeden Tag einmal klicken Listinus Toplisten

Partner









Schlüsselwörter


    Phantastische Kurzgeschichten

    Austausch

    Merlin Petrus
    Suche
    Suche

    Anzahl der Beiträge : 289
    Sterne : 409
    Bewertungssystem : 2
    Anmeldedatum : 18.12.12
    Alter : 40
    Ort : Schleswig Holstein

    Re: Phantastische Kurzgeschichten

    Beitrag  Merlin Petrus am Mi 27 März 2013 - 0:05

    04 - Die magische Reise

    Als ich erwachte, fühlte ich mich ziemlich taub und dumpf, konnte keinen klaren Gedanken fassen, räusperte mich ein paar Mal und blickte mich schlaftrunken um. Wie zum Geier kam ich hier her? Im ersten Moment war mir, als würde ich träumen und läge in meinem Bett, in welches ich mich gestern legte, doch dies hier war kein Traum, denn ich spürte den Schmerz ganz deutlich, ich hatte mich nämlich an der Ferse verletzt und sie blutete stark, es tat verdammt weh. Der fliederfarbene Himmel über mir konnte mir genauso wenig eine Antwort geben wie die türkisfarbene Sonne, die gegendverloren kraftvoll und mit einer stärkeren Wärme schien als die Sonne in der Welt, wo ich gestern noch müde ins Bett kroch. Was ist das nur für ein Wald. Kein Baum gleicht dem anderen, Blätter, Nadeln und Stacheln, von denen mir nicht eines bekannt war. Und die Farben! Regenbogenbäume in einer Vielzahl von vielfältigen Arten. Hier könnte ich eigentlich bleiben, gefällt mir, weit besser als die triste trostlose Umgebung wo ich herkam. Mit deutlicher Mühe gelang es mir aufzustehen, nachdem ich meine Ferse verbunden hatte mit Blättern, die um mich laubhaft herumlagen.

    Etwas scharrte oder knisterte irgendwo. Ich ging neugierig diesem Geräusch nach. Langsam, behutsam einen Fuß vor den andern setzend. Was wusste ich denn wer alles hier war, immer schön vorsichtig sein. Als ich um eine Schneise bog, sah ich einen weißen wie wild wedelnden Schwanz. Ich ging noch näher durch diesen behaglichen wunderschönen Wald und genoss diese herrliche lieblich duftige Luft. Da. Tatsächlich, ein Einhorn hatte sich seinen Schwanz, durch einige Haare an einem Baum eingeklemmt, wahrscheinlich wegen des engen Dickichts hier. Ich half dem armen Geschöpf aus seiner Gefangenschaft heraus und betrachtete dieses uralte göttliche Wesen, von dem ich schon viel gehört hatte. Es nickte. Und dann, ich traute meinen Ohren nicht, sprach es menschliche Worte, jedenfalls klang es für mich so. "Wenn du magst, so folge mir, wenn du nicht magst, so nimm dieses Säckchen Gold als Dank für meine Rettung." Da hatte ich keine Wahl. Ich folgte also dem Einhorn, bis es an einer Kreuzung stehenblieb. Zwei Wege führten von dort weiter. Ein kleiner enger Pfad von stacheligem Geäst und ein etwas breiterer Pfad aus purem grünem Smargad. "Hier endet unser gemeinsamer Weg, denn du musst weiter ziehen und ich muss hier bleiben, wenn du nicht weitergehst, wirst du hier sterben und ebenfalls zu einem ewigen Regenbogenbaum werden."

    Die Aussicht als Baum zu enden gefiel mir gar nicht, also verabschiedete ich mich von dem weisen Einhorn und ging den schmalen stacheligen Pfad entlang, der allerdings schon nach kurzer Zeit zu Ende war, denn ich stieß auf ein Gemäuer aus orangenen Knochen. Verdammt, mir taten die Augen weh. Ich machte kehrt, rannte zu dem Smaragdpfad, entnahm mir zwei augengroße Smaragde und mühte mich erneut durch das Dickicht des stacheligen Pfades zurück. Mein Körper war schon ziemlich zerschrammt. Nun wieder am Gemäuer angekommen, schaute ich mit Hilfe der Smaragde dieses Gebilde deutlicher an. Das Ding war riesig, ein wahnsinniger Knochenberg mit Verzweigungen, an denen Sehnen herabhingen. Du meine Güte, jetzt auch noch Tarzan spielen. Na schön. Ich klemmte mir die Smaragde fester in die Augen und hangelte mich Sehne um Sehne in erschwerender Weise von Knochen zu Knochen. Eine höllische Tortur. Überall gab es felsenartige Vertiefungen, die alle aussahen wie der Eingang zu Höhlen. Tiefe um Tiefe durchforschte ich den orangenen Knochenberg, da entdeckte ich in einer Senke eine Vase. Eine Vase aus Gummi? Seltsam. Zwei Henkellaschen an jeder Seite, eine Art Hartgummi. Na ich schlaufte sie mir erstmal um den Hals, würde mich später mit ihr befassen, wenn ich diesen Berg bezwungen hatte.

    Es dauerte nun schon mehrere Tage, bis ich endlich den Eingang endeckt hatte. Eine Höhle die ins Innere der Knochenmasse führte. Ich querte dieses Labyrinth in schier endlosen Möglichkeiten, bis ich erschöpft und ausgelaugt endlich Licht sah. Der Ausgang. Weiter mühte ich mich heraus aus dem Dunkel bis ich dieses Knochengewächs verlassen hatte. Wald. Wieder ein Wald. Doch dieser hier war aus lauter verschiedenen blaufarbenen Bäumen. Alles blau. Ich ging weiter, da blickte ich ein Schimmern. Etwas rötliches lag auf dem Boden. Ich kniete mich hin und nahm es in die Hand. Ein Schlüssel. Ein roter siebenzackiger Schlüssel aus Glas. Ich legte ihn in die Vase hinein und marschierte weiter. Ich fragte mich, wann ich wohl was zu essen bekäme. Mehrere Stunden dauerte es noch bis ich diesen blauen Wald durchquert hatte, und eine etwas dunklere Lichtung erblickte und war froh drum, was auch immer dort sein mochte. Der Schatten eines Hauses warf seinen Schein zu mir herüber und ich ging darauf zu. Je näher ich kam umso kleiner wurde das Häuschen. Der Schatten hatte also von der Größe her getäuscht. Seelisch war ich vollends zufrieden, geistig am Rande des Wahnsinns und körperlich am Ende meiner Kräfte. Ich hoffte stark, dass, wer auch immer dieses Häuschen bewohnte, mich nicht abwies. Mit einem ächzenden Stöhnen erreichte ich das Gebäude und klopfte an die Pforte. Ein altes verhutzeltes Frauchen öffnete die Tür zu diesem völlig aus rötlichem Glas bestehenden Haus. Ich bat um Speis und Trank und erzählte ihr, wie ich hergefunden hätte und wo ich hinwollte. Doch sie entgegnete mir." Gern würde ich dir zu Essen geben, doch ich kann mein Haus nicht verlassen, ehe meine Tochter wieder zurück ist. Denn das Essen müsste ich erst besorgen, hier drinnen hab ich keins und Fremde lasse ich nicht alleine hier. Weißt du, meine Tochter hat den einzigen Schlüssel, den Zweitschlüssel habe ich verloren."

    Da erinnerte ich mich an den wunderlichen roten Glasschlüssel in, den ich in der Vase mit mir herumtrug, holte ihn heraus und zeigte ihn. " Ist es vielleicht der hier, ich fand ihn unterwegs." Da strahlten ihre Augen, sie bat mich ein Weilchen zu warten, dann kam sie wieder heraus, schloss das Häüschen ab und hieß mich mit ihr zu gehen. Als ich mich, nach dem ich mich gesättigt hatte, von ihr verabschiedete, machte ich mich auf den weiteren Weg. Es war sehr friedlich still. Doch hörte ich eine Art Blubbern. Es musste irgendwo also doch Wasser geben, denn ich spürte mächtigen Durst, auch wenn ich gegessen hatte, war doch der Durst langsam nicht mehr zu ertragen. Ich folgte dem Geräusch und fand einen Brunnen umringt von fünf großen gelben Bäumen. Ich nahm die Gummivase heraus, tauchte sie hinein und stillte in langen Zügen, jedoch langsam meinen Durst. So gestärkt macht ich wiederum weiter, nachdem ich vorsorglich die Vase für den weiteren Weg gefüllt hatte und in der linken Hand trug. Die engen Bäume fühlten sich plötzlich sanft und weich an und taten gar nicht mehr weh. Als ich auch diesen Wald verlassen hatte trat ich in ein Licht, dass so wohltuend war, dass ich mich gar nicht satt sehen konnte, die Smaragde hatte ich nach der Durchquerung des Knochenberges in meinem Brustbeutel verstaut, nun holte ich sie wieder hervor. Ja richtig. Im Innern der Smaragde funkelte das selbe Licht. Eine strahlend grüne Atmosphäre die sich meinen Augen zeigte. Wiesen so weit das Auge reichte, unzählige Tiere, viele von ihnen kannte ich gar nicht. Was sich mir hier offenbarte, war wo ich in meinem ganzen Leben immer von geträumt hatte.

    Frieden

    Merlin Petrus
    Suche
    Suche

    Anzahl der Beiträge : 289
    Sterne : 409
    Bewertungssystem : 2
    Anmeldedatum : 18.12.12
    Alter : 40
    Ort : Schleswig Holstein

    Re: Phantastische Kurzgeschichten

    Beitrag  Merlin Petrus am Mi 27 März 2013 - 0:03

    03 - Der magische Kubus

    Mitten in der tiefen Wüste Gobi, weit fern jedweder Zivilisation befindet sich aus allen vier Winden nicht erkennbar ein drei Meter großer Kubus. Durch die verschiedenen Luftspiegelungen, die seine Unsichtbarkeit ermöglichen, ist es noch niemandem gelungen, seine Existenz zu erahnen. Das würfelartige Gebilde besteht aus transparentem Plasma, welches von einem auratischen Mantel aus Schwingungen magisch geschützt wird. Eine Leiter aus Diamantenstrick befindet sich an jeder Fläche des Kubus, damit ich immer wieder eine Welt verlassen kann, in die ich gegangen bin, denn jede Fläche bietet ein Portal in eine andere Welt. Mein treues Pferd, Nisonde, eine Schimmelstute, taucht gerade ihre mächtige Mähne in eine der Flächen um ihren Durst zu stillen, während sie darauf wartet, bis ich meinen Gedanken zu Ende gedacht habe, denn ohne sie mache ich keine Reise. Um den Kubus herum tobt ein gewaltiger Wirbelsturm, den wir beide allerdings nicht hören können, wir können ihn nur sehen, denn der magische Schutz, der den Kubus umschließt, hüllt uns mit ein. Wir befinden uns also zwischen dem Kubus und dem Schwingungsmantel und somit komplett in der Mitte dieses Sturmes, seinem, Auge. Wie er so um uns herumtanzt, ist schon ein schwindeliger Anblick. In dem Kreis um unseren Kubus gibt es ein kleines Ringbeet, dass die verschiedensten Kräuter und Blumen beherbergt, die einen zum körperlichen Gebrauch, die anderen zum seelischen Anblick, Blumen mag ich sehr, sie beruhigen das Gemüt, sofern die Farben stimmen. Nach dem ich nun meinen Gedanken zu ende gedacht habe, beginnt Nisonde mit den Hufen zu scharren und wiehert aufgeregt. Ich pflücke ein violettes Vergissmeinnicht, atme ihren Duft ein, streichel Nisonde um ihre Nüstern und führe sie zur Fläche 13, dem Portal, welches uns in die Vergangenheit führt. Ich ergreife den Strick und halte Nisonde am Zügel, dann mache ich einen Tauchsprung in Feld 13 und wir landen in einer kleinen Lagune, die keine Untiefen hat, sondern schönes klares und doch warmes blaugrünes Wasser beherbergt, welches von thermalen Quellen eines Vulkans gespeist wird.

    Merlin Petrus
    Suche
    Suche

    Anzahl der Beiträge : 289
    Sterne : 409
    Bewertungssystem : 2
    Anmeldedatum : 18.12.12
    Alter : 40
    Ort : Schleswig Holstein

    Re: Phantastische Kurzgeschichten

    Beitrag  Merlin Petrus am Mi 27 März 2013 - 0:01

    02 - Vom Wahrsagen

    Es wurde prophezeit, dass er eines Tages in seinem Leben auf dem Mount Everest stehen würde, er grinste und lachte die Wahrsagerin aus und höhnte alle Kartenleger. Einige Male gönnte er sich den Spaß, nur um zu beweisen, dass er nie im Leben diesen Berg würde bezwingen können. Man half ihm auch nach Strich und Faden, sogar mit einer Abseilsicherung, doch er schaffte es tatsächlich nicht, jedesmal stürzte er in die Tiefe...irgendwann gab er auf, als auch der eigene Wunsch sich manifestierte, es aus Trotz nun sich selbst im Kehrwert zu beweisen, es doch zu schaffen......

    50 Jahre später traf er die Wahrsagerin wieder, die ihm die Prophezeihung damals machte. Und auf die fragenden Augen, die ihm entgegenblickten, antwortete er im Flüsterton: Sie hatten recht, vor drei Jahren stürzte ein Flugzeug ab, es zerschellte unterhalb des Mount Everest, nachdem eine Seitenwand durchbrochen wurde. Einige wurden hinausgeschleudert, doch keiner hat überlebt, außer ich - gelandet auf dem Gipfel des Berges. Als ich wieder zu mir kam, und mich aufrappelte, vielen mir ihre Worte wieder ein,dass ich eines Tages in meinem Leben auf dem Mount Everest stehen würde.

    Merlin Petrus
    Suche
    Suche

    Anzahl der Beiträge : 289
    Sterne : 409
    Bewertungssystem : 2
    Anmeldedatum : 18.12.12
    Alter : 40
    Ort : Schleswig Holstein

    Phantastische Kurzgeschichten

    Beitrag  Merlin Petrus am Mi 27 März 2013 - 0:00

    01 - Die ersten Menschen auf dem Planeten Erde

    Als das erste Raumschiff auf dem Planeten Erde landete, entstiegen ihm zwei Wesen, die man in späterer Zeit Menschen nennen würde. Sie trugen die Namen Lilith und Adam. Doch Lilith war böse und aufsässig, wollte sich nicht den Regeln unterwerfen, die ihnen auferlegt waren, und sie begann, den Planeten auf eigene Faust zu erkunden. Adam war traurig und flehte seinen Gebieter an, er möge ihm doch ein Weib senden, welches ihm gleich sei, damit er mit ihr in Eintracht die ihnen zugeteilte Arbeit auf diesem Planeten verrichten könne. Als der Gebieter einsah, dass Adams Bitte von tiefem Sinn war, ließ er ihn in einen schweren Schlaf sinken und entnahm ihm eine Rippe. Aus ihr klonte er einen weiblichen Adam. Als Adam aus seinem längeren Schlaf erwachte, trat der Gebieter auf ihn zu und sagte zu ihm: "Ich hoffe für dich, dass du mit ihr zufrieden bist, denn ich habe sie deinem Fleische entnommen. Und weil sie von deinem Fleische ist, wirst auch du ihr einen Namen geben. Doch bedenke, du hast ein Weib gleich dir gewollt, was nun in Zukunft geschieht, hast du zu verantworten." Adam erkannte sein Weib und nannte es Eva. Da erstieg der Gebieter das Raumschiff und betrat diesen Planeten nie wieder, nur einige Gesandte schickte er hin und wieder, die nach dem Rechten sehen sollten...

    Gesponserte Inhalte

    Re: Phantastische Kurzgeschichten

    Beitrag  Gesponserte Inhalte Heute um 21:23


      Aktuelles Datum und Uhrzeit: Sa 10 Dez 2016 - 21:23